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FLÜSSIGGASPREISE

Der Flüssiggaspreis für Eigentumstanks beträgt am 03.Dezember 2019 im bundesweiten Durchschnitt 41,45 ct/l (inkl. MwSt.) 35,67 ct/l netto) bei einem 2,1 Tonnen Tank.

Inhalt

 

         Welche unterschiedlichen Messwerte gibt es für den Flüssiggaspreis?

Da es keine einheitliche Abrechnungsbasis für Flüssiggas gibt, ist es wichtig für den Flüssiggas Preisvergleich die entsprechenden Umrechnungsformeln zu kennen. Dabei können die folgenden groben Berechnungen helfen:

1 m³ (Kubikmeter) gasförmiges Flüssiggas (LPG) entspricht 3,98 Liter Flüssiggas (flüssig)
1 kg Flüssiggas entspricht bei 15°C ca. 1,96 Liter
1 Liter Flüssiggas wiegt ca. 510 Gramm
1 Liter Flüssiggas enthält ca. 6,57 kWh
1 kg Flüssiggas enthält ca. (bei 0 m über dem Meeresspiegel) 13,97 kWh (Brennwert)

 

Alle Angaben sind reine Richtwerte, da die Umrechnung von Flüssiggas von unterschiedlichen Faktoren abhängt, wie die Temperatur und die Art und Dichte des Gases. Dadurch kann es immer zu geringfügigen Abweichungen der dargestellten Werte kommen.

 

         Welche Einflussfaktoren spielen eine Rolle auf den Flüssiggaspreis?

Der Flüssiggaspreis orientiert sich zum einen am Ölpreis d.h. der Ölpreis bestimmt dabei den Trend und der Flüssiggaspreis folgt diesem, zum anderen an den Raffineriepreisen und dem Spotmarkt (Börsennotierung für Energie).
Somit schwankt der Flüssiggaspreis mit den Weltmarktpreisen für Energie und ändert sich daher sehr häufig – genauso wie die Preise für andere Energieträger, wie beispielsweise Heizöl. 
Weitere Einflussfaktoren sind Raffinerieausfälle, Wetterentwicklungen, Preisstrategie der Mineralölkonzerne sowie steuerliche Änderungen bei der Energie- und Mehrwertsteuer. All diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.

 

         Wie setzt sich der Preis von Flüssiggas zusammen? 

Natürlich wäre der Flüssiggaspreis um einiges günstiger, würden Lieferanten und Steuern keinen Einfluss darauf haben. Der Rohstoff Flüssiggas durchläuft aber eine ganze Reihe von Verarbeitungsschritten bis er beim Endkunden ankommt. An jedem Punkt entstehen weitere Kosten. Daher setzt sich der Flüssiggaspreis aus sehr vielen unterschiedlichen Faktoren wie Bezug des Rohstoffes, Transport/ Lagerung, Steuern und sonstigen Kosten (Vertrieb, Versicherung, Disposition, Abrechnung und Marge) zusammen. Die Bezugskosten, logistische Kriterien und Steuern, machen dabei den größten Teil der Gesamtkosten aus. 
Der Einkauf an den Raffinerien oder den Terminals in Amsterdam, Rotterdam oder Antwerpen (ARA-Raum) ist ein wesentlicher Faktor und fließt genauso in die Kosten mit ein wie entsprechende Aufwände für Transport und Lagerung.


                                                                         Flüssiggaskosten für schnelle Verfügbarkeit 
Für eine optimale Versorgung muss der Energieträger Flüssiggas auch bei Lieferengpässen der Raffinerien den Endkunden zur Verfügung stehen. Daher betrieben einige Flüssiggasversorger eigene Läger um die Belieferung an den Endkunden jederzeit zu gewährleisten. Natürlich entstehen auch dafür Aufwände, die in den Preis mit einfließen.


                                                                         Doppelte Besteuerung für Flüssiggas
Sämtliche Kosten werden auf den Preis umgelegt und anschließend mit der Energiesteuer belegt. Auf diesen Betrag wird dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent aufgeschlagen.

 

         Wann sollte Flüssiggas bestellt werden?

Auch wenn Sie, als Flüssiggastank-Besitzer keinen Einfluss auf die Preisschwankungen haben, so gibt es doch zwei wesentliche Faktoren, die Sie beachten können, um möglichst optimal Flüssiggas einzukaufen:

Unser Tipp: Achten Sie beim Flüssiggaseinkauf auch immer auf die Qualität. Nur Flüssiggas mit Norm DIN 51622 entspricht einer geprüften Mindestqualität.

 

         Warum belastet ein Füllstand unter 20 Prozent den Behälter? 

Alle zehn Jahre müssen Flüssiggastanks die sogenannte Innere Prüfung durchlaufen. Dabei wird die Unversehrtheit der drucktragenden Wandung beurteilt. Damit auch Ihr Tank viele Jahrzehnte die Innere Prüfung besteht empfiehlt der TÜV Thüringen die Füllmenge des Flüssiggasbehälters nie unter die 20 Prozentmarke geraten zu lassen, um so einen Lastwechsel weitestgehend zu vermeiden. Bei einem zu stark entleerten Behälter unter 20 Prozent kann bei der Befüllung ein zu großer Druckunterschied auftreten. Ist der Behälter zum Zeitpunkt der Befüllung über 20 Prozent gefüllt, ist der Druckunterschied gering.

 

Woher kommt Flüssiggas eigentlich?

Der größte Teil des gesamten Flüssiggases fällt bei der Förderung von Erdgas und Rohöl als sogenanntes Begleitgas an. Von den Bohrplattformen in der Nordsee wird das Rohöl, Rohgas und Flüssiggas auf Frachtschiffen zu den Umschlagsplätzen in den Niederladen und Belgien gebracht. 
Die Umschlagterminals in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA-Raum) zählen zu den bedeutendsten Zwischenlagern. Von diesem Raum aus werden die westdeutschen Gebiete und Raffinerien entlang des Rheins versorgt. 
Ein weiterer Teil des Flüssiggases entsteht bei der Rohölverarbeitung in Raffinerien. In Deutschland stehen die wichtigsten Raffinerien für Flüssiggas in Schwedt, Leuna, Ingolstadt, Hamburg, Karlsruhe, Gelsenkirchen und Wesseling bei Köln.
Der Osten von Deutschland wird dabei überwiegend aus den Raffinerien in Leuna und Schwedt mit Flüssiggas versorgt. Über Russland, per Schienen mittels Flüssiggas-Kesselwagen, kann das Gas aber ebenfalls nach Deutschland gelangen. 
Von den zentralen Verteillägern wird das Flüssiggas dann per Flüssiggastransporter zu den Endverbrauchern geliefert.

 

FLÜSSIGGAS FÜR GEMÜTLICHE WÄRME

Unabhängig davon, ob Sie einen Neubau beheizen, Ihre bestehende Immobilie versorgen oder einfach die optimale Energieversorgung für Ihren Lebensalltag sicherstellen möchten - mit Flüssiggas sind Sie immer bestens versorgt.

Flüssiggas sorgt nicht nur für kuschelige Wärme, es kann auch flexibel eingesetzt werden  und ist gleichzeitig äußerst wirtschaftlich. Zudem ist das Gasgemisch aus Propan und Butan emissionsarm und klimaschonend – denn es verbrennt nahezu rückstandslos und produziert beim Verbrennen kaum Ruß, Asche oder Feinstaub. Da Flüssiggas nicht wassergefährdend ist, kann es auch in Wasserschutz- oder Trinkwassereinzugsgebieten eingesetzt werden.

Flüssiggas verflüssigt sich unter Druck und hat im flüssigen Zustand in Relation zum gasförmigen Zustand nur noch 1/260 seines ursprünglichen Volumens. Flüssiggas wird flüssig gelagert und transportiert, aber gasförmig verteilt und angewendet. Die flüssige Lagerung bedeutet, dass große Energiemengen in kleinen Behältern gelagert und mit einem geringen technischen Aufwand sicher gehandhabt und transportiert werden können.  

Von „Natur aus“ ist Flüssiggas an Erdöl- und Erdgasvorkommen gebunden – also ein natürliches Koppelprodukt, das bei der Raffinierung von Erdöl zu Benzin (40%) und der Erdölförderung (60%) gewonnen wird.

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